Historia
Freitag, den 23. März 2012
Die Hanse - Ein europaweites wirtschaftliches Netzwerk
18.30 Uhr, VHS - Falkenplatz, Falkenstraße 10, Lübeck
Die Geschichtsforschung des 19. Jrht. machte aus der Hanse einen mächtigen, hierarchisch gegliederten Städtebund. Dieses Bild wirkt heute noch nach. Prof. Rolf Hammel - Kiesow, Leiter der Forschungsstelle für die Geschichte der Hanse und des Ostseeraumes und stellv. Leiter des Archivs der Hansestadt Lübeck, wird in seinem Vortrag die Hanse dagegen als eine Außenhandelsorganisation, als Wirtschaftszweckverband darstellen, der sich aus den Zusammenschlüssen niederdeutscher Kaufleute im Ausland bildete, und die Gründe nennen, die die Hanse so stark machten, dass sie über fast ein halbes Jahrtausend den Handel im nördlichen Europa prägen konnte. Die Hanse war und blieb während der gesamten Zeit ihres Bestehens allerdings eine Vereinigung von Egoisten, die es aber zur Durchsetzung ihrer Handelsziele schafften, ihre oft widerstreitenden Interessen auszugleichen und an den Brennpunkten ihres Handels eine gemeinsame Politik zu betreiben. Auf dieser Grundlage war es ihr sogar möglich, erfolgreich Kriege gegen nordeuropäische Königreiche zu führen, wenngleich dies nur das letzte Mittel war, wenn die Möglichkeiten der Diplomatie erschöpft waren.
Eine Veranstaltung im Rahmen von "Stadt der Wissenschaft 2012" in Zusammenarbeit mit der VHS Lübeck.
Eintritt 5,-- Euro (Mitglieder der DIAG frei)
In der Pause werden Tapas und Getränke angeboten.
Freitag, den 11. Mai 2012
Lübeck und die miteinander verfeindeten iberischen Schwestern (1492 - 1648)
- Die Hanse nach der Entdeckung der Neuen Welt -
18.30 Uhr, VHS - Falkenplatz, Falkenstraße 10, Lübeck
Am Ende des 15. Jahrhunderts revolutionierten die iberischen Entdeckungen von Cristóbal Colón und Vasco da Gama das bestehende Weltbild und die Welthandelswege; der Transozeanhandel löste den Handel in den bis dahin dominierenden Nebenmeeren ab: Lübeck als Königin des Mare Balticum und Venedig als Königin des Mare Nostrum saßen in der Falle. Der Ausgang aus ihren Meeren war fest verschlossen - einerseits durch den dänischen Sundzoll bei Helsingör und andererseits durch die maghrebinischen Seeräuberscheichtümer, die den Handel Venedigs entscheidend behinderten. Mit ihrem freien Zugang zu den Weltmeeren trat Hamburg an die Stelle von Lübeck und Lissabon bzw. Sevilla übernahmen die Rolle Venedigs. Die Entdeckungen beflügelten die nationale Revolution der Spanier und Portugiesen, der Franzosen und Engländer sowie schließlich auch der Dänen: Immer länger wurde Dänemarks Schatten über der Hanse. Doch erlebte Lübeck im 16. Jhrt. noch den Abendglanz: Die Handelsbeziehungen zu Spanien und Portugal (Rotwein) brachten eine letzte Blüte vor dem unwiderruflichen Niedergang im 17. Jhrt.
Über diese für die Hansestadt Lübeck so wichtige Epoche berichtet Prof. Dr. Dr. Ulrich Matthée (Universität Kiel) in seiner vielen von uns bekannten unnachahmlichen Art.
Eine Veranstaltung im Rahmen von "Stadt der Wissenschaft 2012" in Zusammenarbeit mit der VHS Lübeck.
Eintritt 5,-- Euro (Mitglieder der DIAG frei)
In der Pause werden Tapas und Getränke angeboten.
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